Ein Projekt starten - Überblick

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Ein Projekt ist eine Sammlung von Dateien, aus denen eine Zielanwendung erstellt wird. Die Sammlung umfasst neben den von Ihnen hinzugefügten und bearbeiteten Dateien (z.B. Quellcode- und Ressourcendateien) auch Dateien, die Appmethod zum Speichern von Projekteinstellungen verwendet (z.B. die .dproj (Object Pascal)- oder .cbproj (Appmethod C++)-Projektdatei). Projekte werden zur Entwurfszeit erstellt und liefern bei der Compilierung die Projektzieldateien (.exe, .dll, .bpl, usw.).

Wenn Sie die IDE öffnen, wird eine Standardprojektgruppe als oberstes Element in der Projektverwaltung angelegt. Anwendungen, Formulare, Units und andere Dateien, die Sie in der IDE erstellen, werden der Standardprojektgruppe hinzugefügt. Sie können der Projektgruppe Projekte hinzufügen, indem Sie in der Projektverwaltung die Projektgruppe (ProjGroupNew.png) mit der rechten Maustaste anklicken und einen Kontextmenübefehl, wie Neues Projekt hinzufügen oder Existierendes Projekt hinzufügen, auswählen.

Zur Unterstützung der Entwicklungsarbeit enthält die Objektablage viele vordefinierte Vorlagen, Formulare, Dateien und andere Elemente, auf die Sie zurückgreifen können. Sie öffnen eine Vorlage mit Datei > Neu > Weitere und Auswahl des gewünschten Elements.

  • Zum Erstellen eines Projekts wählen Sie Datei > Neu > Weitere.
  • Um ein vorhandenes Projekt zu öffnen, wählen Sie es auf der Willkommensseite aus den Listen Letzte Projekte oder Zuletzt geöffnete Projekte aus oder wählen Datei > Projekt öffnen.

Projektarten

Je nachdem, mit welcher Edition von Appmethod Sie arbeiten, können Sie herkömmliche Windows-Anwendungen, Webanwendungen, Datenbankanwendungen, Webdienstanwendungen und viele andere erstellen. Appmethod unterstützt auch Assemblies, benutzerdefinierte Komponenten, Multithreading und COM. Weitere Informationen zu den verfügbaren Tools in den einzelnen Editionen finden Sie in der Funktionsmatrix auf der Embarcadero Object Pascal-Webseite oder der Embarcadero Appmethod C++-Webseite.

VCL- und andere Anwendungen für Windows

Sie können Windows-Anwendungen mit der VCL (Visual Component Library), einer umfangreichen Bibliothek mit Komponenten und Funktionen, erstellen, die Sie für Ihr Projekt oder Formular auswählen können. Neben den herkömmlichen Einsatzmöglichkeiten können Windows-Anwendungen auch mit Konstrukten des .NET Framework verwendet werden. Beispielsweise ist es möglich, eine Windows-Anwendung als Web-Serveranwendung einzusetzen.

Webdienstanwendungen

Sie können Webdienstanwendungen erstellen, die Inhalte, wie HTML-Seiten oder XML-Dokumente, über das Web bereitstellen. Webdienste sind eine Internet-basierte Integrationstechnik, mit der verschiedene Anwendungen via Web verbunden und Informationen über Standard-Nachrichtenprotokolle ausgetauscht werden können.

Appmethod vereinfacht die Erstellung von Webdiensten durch die Bereitstellung von Methoden für die Entwicklung von SOAP-Serveranwendungen. Die .dll-Dateien werden dabei automatisch erzeugt, und der Webdienst lässt sich in der IDE testen, ohne dass dafür eine Client-Anwendung erstellt werden müsste.

Datenbankanwendungen

Gleichgültig, ob Ihre Anwendungen Web Forms oder VCL-Formulare verwenden, Appmethod verfügt über die notwendigen Tools, um eine Datenbankverbindung herzustellen, eine Datenbank zu durchsuchen und zu bearbeiten, SQL-Abfragen durchzuführen sowie die aktuellen Daten live zur Entwurfszeit anzuzeigen.

Mit dbExpress können Sie eine Verbindung zu Interbase-, Oracle-, MS SQL-, Informix-, DB2-, Sybase- und MySQL-Datenbanken herstellen. Durch Erweiterung der Klassen des dbExpress-Frameworks lassen sich auch Datenbanktreiber entwickeln. Mit dbExpress kann sowohl nativer als auch verwalteter Code verwendet werden.


Modellierungsprojekte

Mit dem Begriff UML-Modellierung wird der Prozess des objektorientierten Entwurfs von Softwaresystemen mit grafischen UML-Diagrammen bezeichnet. Ein UML-Modell für ein Softwaresystem ist ungefähr mit den Plänen vergleichbar, die ein Ingenieur für ein großes Entwicklungsprojekt anfertigt. Wie Pläne stellt ein UML-Modell ein System nicht nur im Ganzen dar, sondern bietet auch die Möglichkeit, sich auf spezielle Aspekte, wie Struktur- und Verhaltensdetails, zu konzentrieren. Unabhängig von der jeweiligen Programmiersprache (und bis zu einem gewissen Grad auch von bestimmten Technologien) können alle am Entwicklungszyklus Beteiligten mit Hilfe des UML-Modells in derselben Sprache kommunizieren.

Die UML-Modellierung stellt einen Ansatz für das Software-Engineering dar, bei dem die UML-Modellierungstools vollständig in die Entwicklungsumgebung von Appmethod integriert sind. Die UML-Modellierung baut auf Schnittstellen, Klassen und benutzerdefinierten Attributen auf. Dieser Ansatz sorgt für die Kommunikation zwischen dem Quelltexten eines Softwaresystems, das in der IDE programmiert wird, und seinem UML-Modell, das gleichzeitig im Modellierungstool der IDE entworfen wird.

Die Modellierung arbeitet im Kontext eines Modellierungsprojekts. Die Modellierung erweitert ein normales Projekt von Appmethod durch Hinzufügen von Dateien, die UML-Diagramme des Modellierungsprojekts beschreiben. Die Modellierung fügt den Modellierungsprojektdateien Verweise auf diese Modellierungsdateien hinzu. Die Modellierung arbeitet mit den Modellierungsprojekttypen Implementierung und Design:

  • Implementierungsprojekt - Implementierungsprojekte sind sprachspezifische Projekte. Implementierungsprojekte unterstützen nur UML 1.5-Modelle. Eine Implementierungsprojektdatei legt die Object Pascal- oder C++-Quellcodedateien und die Dateien der in diesem Projekt erstellten UML-Diagramme fest. Sie können UML 1.5-Modelle für sprachspezifische Projekte in Object Pascal und C++ erstellen. Die Dateinamenserweiterungen von Implementierungsprojektdateien sind .dproj (für Object Pascal-Projekte) und .cbproj (für C++-Projekte).
  • Designprojekt - Designprojekte sind sprachneutral und mit den UML 1.5- oder UML 2.0-Spezifikationen konform. Die Dateinamenserweiterung von Designprojektdateien ist .tgproj.

Die IDE von Appmethod nutzt die Modellierungsfunktionen, um für die Entwicklung des UML-Modells der Anwendung eine integrierte Oberfläche bereitzustellen. Zu den Modellierungsfunktionen gehören:

  • Erstellen von Projekten, die die UML-Modellierung unterstützen und Aktivieren der UML-Modellierungsunterstützung für vorhandene Projekte.
  • Erstellen der unterstützten Typen von UML-Modellierungsdiagrammen und Bearbeiten von Modellelementen (Diagramme, Packages, Klassen, Beziehungen usw.) direkt in der Diagrammansicht oder der Modellansicht.
  • Direktes Hinzufügen, Entfernen und Ändern von Attributen, Operationen, Datentypen und anderer Klassen-Member in Klassendiagrammen in der Diagrammansicht oder über die entsprechenden Knoten in der Modellansicht.
  • Klassendiagramme ermöglichen die wechselseitige Synchronisierung zwischen sprachspezifischem Quellcode und dem UML-Modell. Änderungen im Quellcode werden in der grafischen Abbildung sofort wiedergegeben und umgekehrt.
  • Wechselseitige Navigationsmöglichkeit zwischen Modellelementen und dem Quellcode. Sie können von der grafischen Abbildung eines Modellelements in der Diagrammansicht oder der Modellansicht direkt zum Quellcode navigieren, der dieses Modellelement implementiert. Genauso können Sie auch von einer Klasse im Quellcode direkt zum entsprechenden Diagramm in der Diagrammansicht navigieren.
  • Exportieren und Importieren von UML-Modellen unter Verwendung des XMI-Formats.

Hinweis: Einige Modellierungsfunktionen stehen in bestimmten Editionen von Appmethod nicht zur Verfügung. Informationen zu den Modellierungsfunktionen, die in Ihrer Edition unterstützt werden, finden Sie in der Funktionsmatrix auf der Embarcadero Object Pascal-Webseite oder der Embarcadero Appmethod C++-Webseite.

Assemblies

Eine Assembly ist ein logisches Package, ähnlich einer DLL-Datei, die aus Manifesten, Modulen, portierbaren Anwendungsdateien (PE) und Ressourcen (.html, .jpeg, .gif) besteht und zum Deployment und zur Versionierung verwendet wird. Eine Anwendung kann über eine oder mehrere Assemblies verfügen, die wiederum von einer oder mehreren Anwendungen referenziert werden können, je nachdem, ob die Assemblies sich in einem Anwendungsverzeichnis oder in dem globalen Assembly-Cache (GAC) befinden.

Weitere Projekte

Zusätzlich zu den oben beschriebenen Projekttypen enthält Appmethod Vorlagen für Klassenbibliotheken, Steuerelementbibliotheken, Konsolenanwendungen, Berichte, Textdateien, HTML-Dateien und andere. Diese Vorlagen befinden sich in der Objektablage und können mit Datei > Neu > Weitere geöffnet werden.

Siehe auch